Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen- Gesellschaft e.V. - gegründet 1897

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  • Aculops fuchsiae - Die Fuchsiengallmilbe ist weiter auf dem Vormarsch
    Die Fuchsiengallmilbe (Aculops fuchsiae) ist weiter auf dem Marsch durch Europa.

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    Schadbild von Aculops fuchsiae In der Bretagne, wo sie ja erstmals in Europa auftrat, war der letzte Winter (2011/12) kälter als üblich, aber der Frost war nicht so stark, dass sich damit das Problem gelöst hätte. Die bretonischen Fuchsienfreunde haben sich wie die in den USA damit abgefunden, dass chemische Mittel gegen den Schädling nicht effektiv sind, sondern dass man ihn nur durch ständiges Beobachten und Vernichten in Schach halten kann. Befallene Pflanzen werden entweder vernichtet oder im Falle von ausgepflanzten Exemplaren radikal zurück geschnitten. Der Schnitt wird dann verbrannt! Pflanzen, die radikal zurück geschnitten wurden, zeigen im allgemeinen im Folgejahr keine Symptome mehr, aber im darauf folgenden Jahr dann doch wieder.
    Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist es zu einer weiteren Verbreitung gekommen. Dabei wiegt besonders schwer, dass nun auch die Fuchsiensammlung des Arboretums von Chèvreloup bei Versailles mit ihren wertvollen Beständen an Fuchsienarten Schäden durch die Fuchsiengallmilbe zeigt. Das Bild auf der folgenden Seite stammt aus der Sammlung und zeigt die typischen Schäden durch Aculops fuchsiae, die bei einem erstmaligen Befall auftreten. Ob von Frankreich aus oder von Süd-England, wo die Fuchsiengallmilbe ja auch seit ein paar Jahren anzutreffen ist, ist unklar, jedenfalls scheint sie es auch auf die Blumeninsel Madeira geschafft zu haben.
    Erste Berichte sprechen von entsprechenden Schäden an den Fuchsienhecken entlang der Levadas, der typischen Wanderwege auf der Insel.
    Das wichtigste Verkehrsmittel für die Fuchsiengallmilbe zur Überwindung größerer Entfernungen ist der Mensch, der Fuchsien oder Fuchsien-Stecklinge aus den befallenen Gebieten mit nach Hause nimmt. Da die Fuchsiengallmilbe so klein ist, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann, hilft eine optische Begutachtung der Fuchsien erst dann, wenn es zu spät ist und die entsprechenden Schäden auftreten.

    Es bleibt also nur, die Verbreitung befallener oder möglicherweise befallener Fuchsien zu unterlassen.
    Deshalb hier noch einmal die Warnung: Nehmen sie aus den betroffenen Gebieten in den USA, in Südengland, der Bretagne, dem Raum Versailles in Frankreich und von der Insel Madeira keine Fuchsien oder Stecklinge mit nach Hause!


  • Die Fuchsiengallmilbe im Film

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    Peter Holloway, Präsident der britischen Fuchsien-Gesellschaft hat in einem Rundschreiben auf einige sehr interessante Fotografien und Videos zur Fuchsiengallmilbe und anderen Schädlingen aufmerksam gemacht.
    Sie wurden von Douglas Clark aufgenommen und ins Internet gestellt.
    Da die Fuchsiengallmilben so klein sind, dass das menschliche Auge sie nicht ohne Hilfsmittel erkennen kann, ist Doug Clarks Arbeit von besonderem Wert.
    zum Film

Text: Manfried Kleinau