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Kultur und Pflege der Kübelpflanzen
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Wo Terrassenhäuser, Gartenhöfe
und Hauseingänge in Stein und Beton ersticken, lassen sich Container,
Fässer, Tonnen, Tröge, Wannen oder Pflanzkübel aufstellen.
Die festen Waschbeton- Container sind so schwer, dass sie nur für
eine Wechselbepflanzung in Frage kommen. In kleinen Hinterhöfen und
auf Dachgärten, auf den Treppenwangen, dem Balkon und der Terrasse,
in Foyers und der "Guten Stube" müssen die Kübelpflanzen dem
Streß von Lufttrockenheit, hohen Temperaturen und dem tiefen Schatten,
Zugluft, Staub und dem Asphaltklima widerstehen.
fettViele alte Kübelpflanzen befinden.
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| Viele alte Kübelpflanzen befinden
sich schon lange in Familienbesitz. Man sollte den Fuchsien (Fuchsia-Hybriden),
der Schmucklilie (Agapanthus praecox), der Goldorange (Aucuba japonica),
der Engelstrompete (Datura suaveolens), der Wollmispel (Eriobotrya japonica),
dem Korallenstrauch (Erythrina crista-galli),. dem Oleander (Nerium oleander),
der Bleiwurz (Plumbago auriculata), dem Granatapfelbaum (Punica granatum)
oder den Palmlilien (Yucca aloifolia, gloriosa u.a.) die entsprechenden
Lebensbedingungen schaffen. Pflanzkübel mit einem Fassungsvermögen
von 50 bis 200 Liter Erde bieten dem Wurzelwerk genügend Lebensraum.
Beim Eigenbau von Pflanzgefäßen kann man mit den Maßen
spielen und pflanzgerechte Gefäße anfertigen. Von den vielen
Möglichkeiten lassen sich durch eine Verbindung von Holz oder Eisen
mit Kunststoff die Kübel den Wachstumsbedingungen der Pflanzen anpassen.
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Um über einen Zeitraum von mehreren
Jahren eine gesunde Wurzelatmung zu erreichen und Staunässe zu vermeiden,
muß in Pflanzerden aus Kompost oder Gartenboden durch Zuschläge
von Torf der Porenraum vergrößert werden. Pufferungsfähige
Substrate, wie TKS 2 oder Einheitserde T sind dabei besonders gut geeignet.
An Fertigsubstraten sind bei den kalkempfindlichen Kamelien, dem Zylinderputzer
(Callistemon eitrinus) und den Zitrus-Fruchtbäumchen Einheitserde
P oder TKS 1 zu empfehlen. Für die Kübelpflanzen läßt
sich auch ein Eigengemisch aus 1/3 Acker- oder Gartenboden und 2/3 Torf
herstellen. Bei schweren Lehmtorf- oder Landerde-Torf-Substraten wird beim
Rosmarin unter die Erde reichlich Sand gemischt oder mit Lava-Naturschlacke
stabilisiert. Das Mischungsverhältnis setzt sich dann aus 1/4 Lavaschlacke,
1/4 Torf oder TKS 1 und 2/4 Landerde zusammen. Die gute Luftführung
des basaltischen Lockergesteins trägt wesentlich zum Auflockern der
Erdgemische bei.
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Derartige Substrate müssen auch eine
Langzeitdüngung erhalten. Unmittelbar nach dem Ein- oder Umtopfen
.werden . unter 10 Liter Erde 30 Gramm Plantosan 4 d oder Osmocote 15:12:15
gemischt. Eine Überdüngungsgefahr ist bei diesen Depotdüngern
nicht gegeben. Sie gehen anfangs kaum in Lösung. Wenn nach drei Monaten
die Nährstoffwirkung nachläßt, kann nachgedüngt werden.
Die Langzeitdünger lassen sich oben auf das Substrat streuen. Auf
einen Kübel mit 100 Liter Inhalt gibt man 300 Gramm. Die Depotdünger
geben dann Nährstoffe ab, wenn die Kübel gegossen werden.
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Im Herbst bringt man die Kübelpflanzen
zur Überwinterung in einen hellen Raum. Die Schmucklilie, die Fuchsien,
der Oleander, der Granatapfelbaum und die Bleiwurz werden bei 4 – 8°
C, der Rosmarin und die Goldorangen bei 3 – 5° C und die Engelstrompete,
die Wollmispel und die Palmlilien bei 6 – 12° C und mäßigen
Wassergaben bis zum Frühjahr gehalten. Der Korallenstrauch steht im
Winterquartier völlig trocken bei 2 – 8° C.
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