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Um Fuchsien beschreiben zu können, muss man die Namen ihrer Teile kennen und die
Vielfalt der Knospen-, Blüten- und Blattformen, sowie Farben richtig beschreiben
können.
Die Namen ihrer Teile entnehmen Sie bitte der Zeichnung des niederländischen
Fuchsienliebhabers und Aquarellisten Aat van Wijk.
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zum Vergrößern bitte anklicken
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Fuchsien wachsen aufrecht, hängend oder halbhängend. Nur einige wenige
Arten und Sorten ranken an entsprechenden Kletterhilfen wie z. B. 'Lady Boothby'.
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Die Knospen der Fuchsie sind schlank, länglich, dick, rund oder kugelig
(siehe Zeichnung von Hans Schnedl aus seinem Buch: Elisabeth und Hans Schnedl,
Mit Fuchsien durch's Jahr, Graz 2000),
ihre Blüten einfach, halbgefüllt oder gefüllt.
Von einfach blühenden Arten oder
Sorten spricht man, wenn sie vier Blütenblätter (Petalen)
haben wie z. B. 'Lord Lonsdale'; halbgefüllte Sorten wie z. B.
'Lora Fairclo' besitzen fünf bis acht und gefüllte Sorten wie z. B.
'Lunters Trots' neun und mehr Petalen.
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Hilfreich bei der Fuchsienbestimmung ist auch eine Beschreibung der
Blattform und der Blattränder (siehe Bilder, ebenfalls aus dem Buch von
Elisabeth und Hans Schnedl).
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Die meisten Fuchsien-Hybriden besitzen ein mittel-
bis dunkelgrünes elliptisches Blatt mit gezähntem Rand.
Triphylla-Hybriden (siehe unten) dagegen haben ein glattrandiges,
eiförmiges und etwas samtiges Blatt. Viele Wildformen besitzen davon abweichende Blattformen.
Auch die Blattfarben können stark abweichen, auch buntblättrige
Fuchsien sind inzwischen keine Seltenheit mehr.
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Eine weitere Einteilung der Fuchsien nach so genannten Typen ist hilfreich;
zwei Sonderformen treten recht häufig auf, bei denen die
"wilden" Elternpflanzen durchschlagen und ihre typische Form deutlich erkennbar
ist.
Es sind dies die triphylla-artigen Fuchsien mit ihrem langen Tubus,
kurzen Sepalen und fast versteckten Petalen, sowie ihrer meist orange bis
roten Farbe wie z. B. 'Leonhard von Fuchs'. Und die encliandra-artigen mit
ihren winzig kleinen rundlichen Blüten wie z. B. 'Lottie Hobbie'.
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Die Größe der Fuchsiensamen und Früchte fällt je nach
Art oder Sorte, Standort und Klima sehr unterschiedlich aus. Sie reicht
von winzig bis kirschgroß. Ihr Farbespektrum reicht von Grün bis Schwarz.
Die Früchte sind grundsätzlich genießbar.
Einige Fuchsienliebhaber stellen daraus Gelee oder sogar Kuchen her.
Rezepte findet man in dem Buch: Reinhard Heinke, Fuchsien.
So gedeihen und blühen sie am besten, 3. Aufl., München 1992 (Gräfe und Unzer).
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Grundsätzlich sind Fuchsien nicht winterhart und müssen vor Frost geschützt werden.
Die überwiegende Zahl der Fuchsien verträgt keine Temperaturen unter + 3 Grad Celsius.
Also nicht nur der Frost, sondern auch der Temperaturbereich zwischen 0 und + 3 Grad ist
zu meiden, da hier bereits die Leitungsbahnen in den Stielen verkleben.
Aber es gibt Ausnahmen die eine permanente Auspflanzung in unseren Breiten gut vertragen.
Bei den häufig anzutreffenden Hinweisen zur Winterhärte von Fuchsiensorten muss man
jedoch sorgfältig hinsehen. Die Erfordernisse an die Winterhärte im Rheinland sind
deutlich geringer als die im Erzgebirge. Und die Angaben zur Winterhärte aus England
sind auf Grund der dortigen Klimabedingungen beispielsweise nicht ohne weiteres auf den
deutschsprachigen Raum zu übertragen. Bessere Hinweise gibt die Klassifizierung der
niederländischen Fuchsienfreunde (NKvF), da ihr definierte Kälteprofile zugrunde liegen.
Im Ordner "Fuchsiensorten" empfiehlt die DDFGG in der Rubrik "Winterhart" die Fuchsien,
die in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Allgemeinen gut mit dem Winter
zurechtkommen. Aber auch bei diesen Sorten kann ein strenger Winter unter Umständen
seine Oper fordern.
Bei der Pflanzung von winterharten Fuchsien sollte bedacht werden,
dass keine Stecklinge im ersten Jahr ausgepflanzt werden
(also mindestens eine konventionelle Überwinterung!), die Auspflanzung bis Ende Juni
erfolgen soll, um der Pflanze ausreichend Zeit zur Akklimatisation zu geben, und die
Pflanzen in einer 6 - 10 cm tiefen Kuhle ausgepflanzt werden, die sich erst im Laufe
der Zeit füllen sollte.
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Bilder:
Manfried Kleinau
Zeichnungen aus dem Buch:
Elisabeth und Hans Schnedl, Wildformen der Fuchsie, 1997 im Eigenverlag
Text:
Manfried Kleinau
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