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Sortenvielfalt und Züchtung
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Aus den wenigen ursprünglichen, nicht näher definierten Arten mit einfachen
oder halbgefüllten Blüten entwickelte sich in kürzester Zeit
eine nahezu fantastische Sortenvielfalt. Innerhalb von nur 200 Jahren
wurde die Dahlie so populär, dass sie heute nahezu in jedem Land kultiviert
wird.
Im "International Register of Dahlia Names" sind bereits etwa 20.000
Dahlien-Sorten aufgeführt, neben der Tatsache, dass etliche gute Sorten
existieren, die dort nicht oder nicht mehr registriert sind. Dazu kommen
jedes Jahr etwa 200 Neuzüchtungen.
Es dürfte wohl keine weitere Blume in so
kurzer Zeit eine derartige internationale Bedeutung erlangt haben.
Den Auswertungen einer Liste von Hans Auinger zufolge gab bzw. gibt es
seit 1968 bislang 45.000 Sorten.
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'Pinelands Pam' (#809)
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'Oriental Dream' (#645)
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'Tartan' (#43)
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Viele Dahliensorten sind sehr kurzlebig,
denn jedes Jahr stellen die Züchter und Zuchtbetriebe neue Sorten vor,
die die älteren Züchtungen verdrängen. Dabei kann es passieren, dass beliebte
Exemplare vom Dahlienmarkt verschwinden, weil die Vermehrungsbetriebe nur eine
bestimmte Anzahl Sorten in ihrem Sortiment anbieten können.
Im mitteleuropäischen
Raum können Dahlien nicht in der Erde überwintern, sondern müssen jedes Jahr neu
eingepflanzt werden. Daher ist es wichtig, dass mindestens ein Dahlienbetrieb auf
der Welt eine bestimmte Sorte im Frühjahr erneut auspflanzt. Es ist nicht möglich,
eine Rückzüchtung durchzuführen, allenfalls durch
einen seltenen Zufallstreffer
könnte genau die gleiche Sorte wieder aufleben. Nur wenige Sorten bleiben für
längere Zeit im Sortiment der Züchter und Zuchtbetriebe vorhanden.
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'Nagano' (#1595)
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'Lavender Perfection' (#1441)
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'Sugar Cane' (#970)
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Vielen Fachleuten stellt sich die Frage, welchen Sinn es macht,
weitere Züchtungen vorzunehmen, da die Sortenvielfalt selbst für Spezialisten
nicht mehr zu überblicken ist. Zum einen dient die Züchtung einer steten
Verbesserung
der Gesundheit der Pflanzen.
Obwohl die Dahlie sehr robust und anspruchslos ist,
kann sie von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden.
Die Anfälligkeit für Erkrankungen muss sich aber nicht immer direkt zeigen,
sondern liegt häufig latent vor. Dies bedeutet, dass die Anlage zwar vorhanden,
aber (noch) nicht in Erscheinung getreten ist. Durch Züchtung versucht man,
eine gegen Erkrankungen und Schädlinge
weitgehend resistente Pflanze zu entwickeln.
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'Immendorf' (#932)
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'Akita' (#2)
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'Checkers' (#859)
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Es kommt vor, dass Pflanzen gezüchtet werden, die von vornherein mit
Viren befallen sind. An sich müssten diese streng aussortiert werden,
was aber häufig missachtet wird, wenn die Neuzüchtung beispielsweise ein
sehr ansprechendes und schönes Aussehen besitzt. Die Züchter erwarten dann,
dass sich die Erkrankung "auszüchten" lässt. Leider ist dies nicht so einfach
und bedarf vermehrt Züchtungsarbeit, denn wenn die Mutterpflanze nicht resistent
ist, werden deren Töchter auch keine Resistenz vorweisen können. Wegen der häufigen
Missachtung dieser Vorschrift wurden strenge Kontrollen eingeführt,
um die Neuheiten auf dem Markt frei von jeglichen Erkrankungen zu halten.
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'Dallas' (#907)
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'Klein Wolfgang'
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'Furka' (#1152)
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Ein weiteres Hauptmotiv der steten Weiterzüchtungen sind die Merkmale Robustheit
und Wetterbeständigkeit der Pflanzen und ihrer Blüten.
Damit die Pflanze bei
starkem Sturm und heftigem Regen die Blüte tragen kann, wird ein starker,
straffer Stängel angestrebt. Die Qualität und der
sorgfältige Aufbau der
einzelnen Blüten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sind die Blüten gut
geordnet und straff, besteht keine Gefahr, dass sie auseinander fallen.
Auch ist es wichtig, dass die Stiele eine ausreichende Länge haben, so dass
die Blüten nicht im Laubwerk verschwinden.
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'Fidalgo Buttercup' (#565)
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'Gute Laune' (#270)
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'Key West' (#336)
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Ein anderer wichtiger Aspekt für Weiterzüchtungen ist die Farbgebung.
Die Dahlie sorgt immer wieder für Überraschungen im Hinblick auf die
verschiedensten Farbnuancen, -kombinationen und -schattierungen.
Quelle:
Auszug aus der Diplomarbeit von Sondra Anabel Kleinsorge:
Entwicklungsgeschichte und Alternative Nutzungsmöglichkeiten von Dahlia Cavanilles (1791)
Fast zweitausend Dahlien gibt es im
der DDFGG zu sehen.
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