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Deutsche Dahlien-, Fuchsien - und Gladiolen-Gesellschaft eV. 

Seit 1897 Liebhabergesellschaft für Pflanzenfreunde.  Auch für Freunde der Kübelpflanzen
 
 
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Dahlien - Kultur - Vermehrung
Vermehrung der Dahlien
Dahlien vermehren sich geschlechtlich (generativ) über den Samen oder ungeschlechtlich (vegetativ) durch manuelle Eingriffe an der Knolle.

Es gibt zwei Arten, Dahlien vegetativ zu vermehren, die Knollenteilung und die Stecklingsvermehrung.

Knollenteilung

Die Wurzelknollenteilung ist die einfachste Form der Vermehrung von Dahlien. Die Teilung kann nur bei älteren Knollen durchgeführt werden, da die Knolle eine gewisse Größe erreicht haben muss. Es ist wichtig, dass sich an jedem Teilstück ein Stück des Stängels befindet. Erst dann können die Dahlien, nachdem sie eingepflanzt werden, eine neue Pflanze bilden. Diese Art der Vermehrung eignet sich, um kleinere Mengen von Dahlien zu bekommen. Die Knollen werden im März oder April mit einem scharfen Messer geteilt.
Vermehrung

Stecklingsvermehrung

Dahlien werden durch Stecklinge vermehrt, um wertvolle Sorten zu reproduzieren und zu erhalten. Üblicherweise geschieht dies in Gewächshäusern. Bei der Vermehrung durch Stecklinge handelt es sich um die vegetative (ungeschlechtli-che) Vermehrung. Das Erbgut wird dabei, im Gegensatz zur Zucht, nicht verändert.
Aus einer Dahlienknolle können durch Abzupfen der Triebe etwa zehn bis 20 Stecklinge gewonnen werden.

Ende Januar, Anfang Februar beginnt man mit der Vermehrung. Dazu werden die Knollen an einem etwa 15 - 20 °C warmen, trockenen Ort ausgebreitet und leicht mit feuchter Erde bedeckt. Der Wurzelhals, das ist der Punkt, an dem die verschiedenen Teile der Knolle zusammenkommen und der Stängel beginnt, muss dabei freiliegen. Wird der Wurzelhals, auch Callus genannt, beschädigt, ist die Knolle wertlos, da sie nur an dieser Stelle Triebe hervorbringen kann.
Nach zwei bis drei Wochen werden die ersten Veränderungen der Knolle sichtbar und wenig später kann man die ersten Triebe entdecken.
Sobald diese etwa 8-10 cm gross sind, werden sie vorsichtig mit der Hand abgezupft, wobei ein kleines Stück des Wurzelhalses der Knolle an den frischen Trieben verbleiben sollte. Einfaches Abschneiden mit einem Messer empfiehlt sich nicht, da Krankheiten und Bakterien von Knolle zu Knolle übertragen werden könnten. Die abgetrennten Triebe werden gern mit Wurzelfix (ein chemisches Pulver, dass die Bildung von Wur-zeln beschleunigt) präpariert.
Vermehrung
Schliesslich werden die Triebe in feuchte Einheitserde gesteckt, die nährstoffarm ist, und so die Stecklinge dazu zwingt, Wurzeln zu bilden. Die Pflänzchen werden mit Vlies oder Plastikfolie abgedeckt und so vor Zugluft und Ausdunstung geschützt. Bei regelmässigem Giessen haben die Stecklinge nach etwa 14 Tagen erste kleine Wurzeln gebildet. Nun werden sie in einzelne Blumentöpfe umgepflanzt. Mit ausreichendem Licht, viel Wärme und Feuchtigkeit wachsen die Stecklinge schnell weiter bis sie Ende Mai (es darf keine Gefahr mehr für Nachtfröste bestehen) in den Garten gepflanzt werden können. Dort bilden die bewurzelten Stecklinge bis zum nächsten Herbst wieder eine Knolle aus.
Vermehrung durch Saatgut

Die Direktsaat wird vor allem zur Selektion neuer Sorten oder Varietäten angewandt. Vor allem von den einfach blühenden Pflanzen werden Samen in großer Menge produziert, die doppelt blühenden haben in der Regel nicht soviel Samenansatz. Bei der generative Vermehrung wird weibliches und männliches Erbgut vermischt und die Gen-Informationen verändert.
Im Fall der Dahlie erfolgt dies durch die Bestäubung der Blüten mit Blütenstaub. Früher wurde die Kreuzungsarbeit noch per Hand ausgeführt. Man brachte den Blütenstaub von Hand mit der ausgewählten Mutterpflanze zusammen. Die befruchtete Blüte wurde dann verhüllt und so vor weiteren Bestäubungen geschützt.
Heute überlässt man diese Arbeit den Insekten und dem Wind. Auf diese Weise ist zwar nur noch die Mutterpflanze bekannt, weil man ihr die Samen abnimmt, aber trotzdem ist das Ergebnis nicht schlechter als bei der Handkreuzung.
Wenn die Pflanzen im Herbst verblüht sind, schneidet man die Samenkapseln der einzelnen Blüten ab, und lagert sie während des Winters kühl und trocken.
Um Dahlien aus Samen zu ziehen, verwendet man möglichst lockere, gut drainierte Erde, die frei von Krankheiten und Schädlingen sein sollte. Die Samen, die wie kleine flache schwarze Stifte aussehen, werden etwa 1 - 2 cm tief gesät. Nachdem die Erde gut durchfeuchtet wurde, sollte man eine Folie oder eine Glasplatte über das Anzuchtbeet legen. Die Saat sollte keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein. Das Temperaturoptimum liegt zwischen 20 und 27°C. Wenn die Keimlinge gerade eben sichtbar sind, kann man die Plane oder das Glas entfernen. Die Sämlinge werden in 7 cm Töpfe pikiert und sobald die Frostgefahr vorüber ist, ins Freie gepflanzt. Von den Pflanzen, die attraktiv genug für eine Weitervermehrung im nächsten Jahr erscheinen, sollte man Wurzelknollen aufbewahren. Vermehrung