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Dahlien vermehren sich geschlechtlich (generativ) über den
Samen oder
ungeschlechtlich (vegetativ) durch manuelle Eingriffe
an der Knolle.
Es gibt zwei Arten, Dahlien vegetativ zu vermehren,
die Knollenteilung und die
Stecklingsvermehrung.
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Knollenteilung
Die Wurzelknollenteilung ist die einfachste Form der Vermehrung von Dahlien.
Die Teilung kann nur bei älteren Knollen durchgeführt werden,
da die Knolle
eine gewisse Größe erreicht haben muss. Es ist wichtig, dass sich
an jedem Teilstück ein Stück des Stängels befindet. Erst dann können die
Dahlien, nachdem sie eingepflanzt werden, eine neue Pflanze bilden.
Diese Art der Vermehrung eignet sich, um kleinere Mengen von Dahlien
zu bekommen.
Die Knollen werden im
März oder April mit einem scharfen Messer geteilt.
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Stecklingsvermehrung
Dahlien werden durch Stecklinge vermehrt, um wertvolle Sorten zu
reproduzieren und zu erhalten. Üblicherweise geschieht dies in Gewächshäusern.
Bei der Vermehrung durch Stecklinge handelt es sich um die vegetative
(ungeschlechtli-che) Vermehrung. Das Erbgut wird dabei, im Gegensatz zur
Zucht, nicht verändert.
Aus einer Dahlienknolle können durch Abzupfen der Triebe
etwa zehn bis 20 Stecklinge
gewonnen werden.
Ende Januar, Anfang Februar beginnt man mit der Vermehrung.
Dazu werden die Knollen an einem etwa 15 - 20 °C warmen, trockenen Ort ausgebreitet
und leicht mit feuchter Erde bedeckt.
Der Wurzelhals, das ist der Punkt, an dem die
verschiedenen Teile der Knolle zusammenkommen und der Stängel beginnt,
muss dabei freiliegen.
Wird der Wurzelhals, auch Callus genannt, beschädigt, ist die Knolle wertlos,
da sie nur an dieser Stelle Triebe hervorbringen kann.
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Nach zwei bis drei Wochen werden die ersten Veränderungen der Knolle sichtbar
und wenig später kann man die ersten Triebe entdecken.
Sobald diese etwa 8-10 cm gross sind, werden sie vorsichtig mit der Hand
abgezupft, wobei ein kleines Stück des Wurzelhalses der Knolle an den frischen
Trieben verbleiben sollte. Einfaches Abschneiden mit einem Messer empfiehlt
sich nicht, da Krankheiten und Bakterien von Knolle zu Knolle übertragen
werden könnten. Die abgetrennten Triebe werden gern mit Wurzelfix
(ein chemisches Pulver, dass die Bildung von Wur-zeln beschleunigt)
präpariert.
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Schliesslich werden die Triebe in feuchte Einheitserde gesteckt,
die nährstoffarm ist, und so die Stecklinge dazu zwingt,
Wurzeln zu bilden. Die Pflänzchen werden mit Vlies oder Plastikfolie abgedeckt
und so vor Zugluft und Ausdunstung geschützt. Bei regelmässigem Giessen
haben die Stecklinge nach etwa 14 Tagen erste kleine Wurzeln gebildet.
Nun werden sie in einzelne Blumentöpfe umgepflanzt. Mit ausreichendem Licht,
viel Wärme und Feuchtigkeit wachsen die Stecklinge schnell weiter bis sie
Ende Mai (es darf keine Gefahr mehr für Nachtfröste bestehen) in den
Garten gepflanzt werden können. Dort bilden die bewurzelten Stecklinge
bis zum nächsten Herbst wieder eine Knolle aus.
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Vermehrung durch Saatgut
Die Direktsaat wird vor allem zur Selektion neuer Sorten
oder Varietäten angewandt.
Vor allem von den einfach blühenden Pflanzen werden Samen in großer Menge produziert,
die doppelt blühenden haben in der Regel nicht soviel Samenansatz.
Bei der generative Vermehrung wird weibliches und männliches Erbgut vermischt
und die Gen-Informationen verändert.
Im Fall der Dahlie erfolgt dies durch die Bestäubung der Blüten mit Blütenstaub.
Früher wurde die Kreuzungsarbeit noch per Hand ausgeführt.
Man brachte den Blütenstaub von Hand mit der ausgewählten Mutterpflanze zusammen.
Die befruchtete Blüte wurde dann verhüllt und so vor weiteren Bestäubungen
geschützt.
Heute überlässt man diese Arbeit den Insekten und dem Wind.
Auf diese Weise ist zwar nur noch die Mutterpflanze bekannt,
weil man ihr die Samen abnimmt, aber trotzdem ist das Ergebnis
nicht schlechter als bei der Handkreuzung.
Wenn die Pflanzen im Herbst verblüht sind, schneidet man die Samenkapseln
der einzelnen Blüten ab, und lagert sie während des Winters kühl und trocken.
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Um Dahlien aus Samen
zu ziehen, verwendet man möglichst lockere, gut drainierte Erde, die frei von Krankheiten
und Schädlingen sein sollte. Die Samen, die wie kleine flache schwarze Stifte aussehen,
werden etwa 1 - 2 cm tief gesät. Nachdem die Erde
gut durchfeuchtet wurde, sollte man eine Folie oder eine Glasplatte über das Anzuchtbeet
legen. Die Saat sollte keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein.
Das Temperaturoptimum liegt zwischen 20 und 27°C. Wenn die Keimlinge gerade eben
sichtbar sind, kann man die Plane oder das Glas entfernen. Die Sämlinge werden in
7 cm Töpfe pikiert und sobald die Frostgefahr vorüber ist, ins Freie gepflanzt.
Von den Pflanzen, die attraktiv genug für eine Weitervermehrung im nächsten Jahr
erscheinen, sollte man Wurzelknollen aufbewahren.
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