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Deutsche Dahlien-, Fuchsien - und Gladiolen-Gesellschaft eV. 

Seit 1897 Liebhabergesellschaft für Pflanzenfreunde.  Auch für Freunde der Kübelpflanzen
 
 
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Dahlien - Kultur - Krankheiten
Krankheiten bei Dahlien
Dahlien sind im Vergleich zu anderen Zierpflanzen sehr robuste und widerstandsfähige Pflanzen. Mit ausreichend viel Sonne und Wasser, dem richtigen Standort und nicht zuviel Dünger hat man mit ihnen wenig Probleme. Trotzdem können bei ihnen auch Krankheiten auftreten.
Viruserkrankungen

Die bekanntesten Virus-Erkrankungen bei Dahlien sind das "Mosaik-Virus" (Stauche-Krankheit), das "Gurken-Mosaik-Virus" (Bleichflecken-Krankheit) und das "Tomaten-Virus" (Ringflecken-Krankheit).
Viruserkrankung
Schäden:
  • Die Dahlie hat starke Wachstumshemmungen.
  • Ihre Blätter sind deformiert und gekräuselt.
  • Die Anzahl der Blüten ist verringert und oft ist eine Veränderung der Farbe und Form erkennbar.
  • Die Dahlie bekommt ein buschiges Aussehen durch die Bildung zahlreicher Seitentriebe.

  • Übertragung:
  • Blattläuse und Blattwanzen
  • Saft beim Schneiden von Stecklingen und ausgewachsenen Pflanzen

  • Bekämpfung:
  • Die erkrankten Pflanzen müssen von der Zucht ausgeschlossen und vernichtet werden. Nicht kompostieren!
  • Es gibt keine Behandlungen, die wirklich hilft.
  • Pilzerkrankungen
    Mehltau
  • Schadbild: Die Blätter sind mit einer weisslichen, mehlartigen Schicht bedeckt.
  • Die Hauptursache für diesen Befall sind extreme Temperaturwechsel, Staunässe und übermäßige Stickstoff-Düngung.
  • Als vorbeugende Maßnahme sollte man einen sonnigen Stadort wählen und einen ausreichenden Pflanzabstand gewähren.
  • Mehltau

    Blattflecken-Krankheit
  • Schadbild: Auf den Blättern sind gelblich-grüne Punkte erkennbar, eventuell können auch Löcher in den Blättern auftreten. Das hat zur Folge, dass die Blätter vertrocknen.
  • Bekämpfung: Die befallenen Blätter können nicht mehr gerettet werden. Bei stärkerem Befall muss mit einem zugelassenen Pilzmittel gespritzt werden. Empfehlenswert ist eine vorbeugende Spritzung, bevor sich der erste Befall zeigt, zum Beispiel mit Antracol 0,2%.
  • Blattflecken

    Stängel- oder Knollen-Fäule
  • Schadbild: An den Stängeln oder an den Knollen bilden sich wässrige Flecken, über denen die Blätter zu faulen beginnen.
  • Vorbeugende Maßnahme: Beim Auspflanzen sollten feuchte Standorte vermieden werden.
  • Stängelfäule

    Verticillium-Welke
  • Schadbild: Die Pflanze welkt sehr plötzlich und stirbt schliesslich ab.
  • Vorbeugende Maßnahme: Bevor man die Knollen einlagert, kann man durch sorgfältiges Entfernen der Stängel- und Blattreste verhindern, dass die Erkrankung auftritt.

  • Grauschimmel
  • Schadbild: Zuerst sind nur braune, weiche Flecken erkennbar, die später von Schimmel überzogen sind.
  • Vorbeugende Maßnahme: Genügend Platz für jede einzelne Pflanze und eine nicht zu hohe Feuchtigkeit sind gute Vorbeugungen gegen den Grauschimmel.
  • Grauschimmel

    Bakterielle Erkrankungen

    Bakterielle Welkekrankheit
    Die Knollen strömen einen übelriechenden Geruch aus und wachsen viel langsamer.
    Um den Befall zu vermeiden, sollten bei Regen keine Schnittarbeiten durchgeführt werden.

    Bakterien-Gewebs-Geschwülste
    Am Wurzelhals und am Stängel erscheinen Blumenkohl ähnliche Wucherungen.
    Die befallenen Knollen sollten mit der sie umgebenden Erde vernichtet werden.

    Blättrige Gallen
    Es entstehen stark verkrüppelte Blätter an den Mutterknollen.
    Falls dies auftritt, sollten keine Stecklinge abgenommen werden.

    Quelle:
    Auszug aus der Diplomarbeit von Sondra Anabel Kleinsorge:
    Entwicklungsgeschichte und Alternative Nutzungsmöglichkeiten von Dahlia Cavanilles (1791)