|
|
|
Dahlien sind im Vergleich zu anderen Zierpflanzen sehr robuste und widerstandsfähige
Pflanzen. Mit ausreichend viel Sonne und Wasser, dem richtigen Standort und nicht
zuviel Dünger hat man mit ihnen wenig Probleme. Trotzdem können bei ihnen auch
Krankheiten auftreten.
|
|
Viruserkrankungen
Die bekanntesten Virus-Erkrankungen bei Dahlien sind das
"Mosaik-Virus" (Stauche-Krankheit),
das "Gurken-Mosaik-Virus"
(Bleichflecken-Krankheit) und das "Tomaten-Virus"
(Ringflecken-Krankheit).
|
|
|
Schäden:
Die Dahlie hat starke Wachstumshemmungen.
Ihre Blätter sind deformiert und gekräuselt.
Die Anzahl der Blüten ist verringert und oft ist
eine Veränderung der Farbe und Form erkennbar.
Die Dahlie bekommt ein buschiges Aussehen durch die Bildung
zahlreicher Seitentriebe.
Übertragung:
Blattläuse und Blattwanzen
Saft beim Schneiden von Stecklingen und ausgewachsenen Pflanzen
Bekämpfung:
Die erkrankten Pflanzen müssen von der Zucht ausgeschlossen
und vernichtet werden. Nicht kompostieren!
Es gibt keine Behandlungen, die wirklich hilft.
|
|
Mehltau
Schadbild: Die Blätter sind mit einer weisslichen,
mehlartigen Schicht bedeckt.
Die Hauptursache für diesen Befall sind extreme
Temperaturwechsel,
Staunässe und übermäßige Stickstoff-Düngung.
Als vorbeugende Maßnahme
sollte man einen sonnigen Stadort wählen und einen ausreichenden Pflanzabstand
gewähren.
|
|
|
Blattflecken-Krankheit
Schadbild: Auf den Blättern sind gelblich-grüne
Punkte erkennbar, eventuell können auch Löcher in den Blättern auftreten.
Das hat zur Folge, dass die Blätter vertrocknen.
Bekämpfung: Die befallenen Blätter können
nicht mehr gerettet werden.
Bei stärkerem Befall
muss mit einem zugelassenen Pilzmittel gespritzt werden. Empfehlenswert
ist eine vorbeugende Spritzung, bevor sich der erste Befall zeigt,
zum Beispiel mit Antracol 0,2%.
|
|
|
Stängel- oder Knollen-Fäule
Schadbild: An den Stängeln oder an den Knollen
bilden sich wässrige Flecken, über denen die Blätter zu faulen beginnen.
Vorbeugende Maßnahme: Beim Auspflanzen
sollten feuchte Standorte vermieden werden.
|
|
|
Verticillium-Welke
Schadbild: Die Pflanze welkt sehr plötzlich
und stirbt schliesslich ab.
Vorbeugende Maßnahme: Bevor man die
Knollen einlagert, kann man durch sorgfältiges Entfernen der
Stängel- und Blattreste verhindern, dass die Erkrankung auftritt.
|
|
Grauschimmel
Schadbild: Zuerst sind nur braune,
weiche Flecken erkennbar, die später von Schimmel überzogen sind.
Vorbeugende Maßnahme: Genügend Platz
für jede einzelne Pflanze und eine nicht zu hohe Feuchtigkeit
sind gute Vorbeugungen gegen den Grauschimmel.
|
|
|
Bakterielle Erkrankungen
Bakterielle Welkekrankheit
Die Knollen strömen einen übelriechenden Geruch aus und wachsen viel langsamer.
Um den Befall zu vermeiden, sollten bei Regen
keine Schnittarbeiten durchgeführt werden.
Bakterien-Gewebs-Geschwülste
Am Wurzelhals und am Stängel erscheinen Blumenkohl ähnliche
Wucherungen.
Die befallenen Knollen sollten mit der sie umgebenden
Erde vernichtet werden.
Blättrige Gallen
Es entstehen stark verkrüppelte Blätter an den Mutterknollen.
Falls dies auftritt, sollten keine Stecklinge abgenommen werden.
Quelle:
Auszug aus der Diplomarbeit von Sondra Anabel Kleinsorge:
Entwicklungsgeschichte und Alternative Nutzungsmöglichkeiten von Dahlia Cavanilles (1791)
|
|