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Es gibt Tausende von alten und neuen
Dahliensorten. Jedes Jahr kommen zahlreiche Neuzüchtungen hinzu. Jeder
Züchter hofft immer wieder, daß eine seiner Züchtungen
sich zu einer „Jahrhundertdahlie“ entwickelt, eine meist trügerische
Hoffnung. Der Markt ist kaum zu übersehen.
Die Gärtner benötigen deshalb
eine präzise Aufteilung, zumal die Dahlien auch in Form und Größe
der Blüten erheblich variieren. Es gibt z. B. die kleinen Pompons
oder die niedrigen, einfachblühenden Mignon-Typen.
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Hapet Goliath (#2044)
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Auf der anderen
Seite finden wir Riesenexemplare mit einem Blütendurchmesser von 30
cm und mehr. Wir kommen daher um eine Beschäftigung mit der
Klasseneinteilung
nicht herum , auch wenn dies manchem überflüssig erscheint. Hinzu
kommt, daß man bei einer Erörterung der Dahlienklassen einen
ganz anderen Blick für den Blütenaufbau und für die Vielfalt
der Dahlien erhält.
Für dieses Thema ist nun die internationale
Klasseneinteilung zuständig die in den meisten Ländern anerkannt
ist und die bei Ausstellungen und Veröffentlichungen Anwendung findet.
Dabei ist der Begriff „Klasse“ botanisch an sich bereits besetzt.
Es wird
deshalb auch vorgeschlagen besser den Begriff „Sorteneinteilung“
zu benutzen.
Dies hat sich aber nicht bewährt. In Deutschland gebrauchte man schon
immer das Wort „Klasseneinteilung“. Auch im Ausland spricht man von der
„classification“.
Wichtig ist dabei, daß es sich bei
der internationalen Klasseneinteilung um
keine botanische Einteilung handelt.
Die heutigen Gartendahlien werden alle in nur einer botanischen Art, nämlich
als „Dahlien-Hybriden“ (‘Dahlia variabilis’ oder ‘Dahlia x cultorum’),
zusammengefaßt. Eine weitere -botanische- Unterteilung wird nicht
gemacht. Die hier vorgestellte Klasseneinteilung ist eine
rein gärtnerische
Unterscheidung. Sie erfolgt allein nach der Blütenform.
Die Größe
der ganzen Pflanze, das Blattwerk oder die Farbe des Laubes spielen dabei
keine Rolle. So sind z. B. die niedrigen Beetdahlien keine eigene Klasse.
Sie sind, je nach Blütenform, Kaktus-, Dekorative oder Einfachblühende
Dahlien.
Früher benutzte man in Deutschland
eine Aufteilung nach einfachblühenden (ungefüllten), halbgefüllten
und gefüllten Dahlien. Diesen drei Grundtypen wurden dann alle einzelnen
Gruppen oder Klassen zugeordnet. Diese Einteilung hat sich aber langfristig
nicht durchgesetzt, jedenfalls nicht in der Praxis. Es gibt zu viele Zweifelsfragen.
Die Deutsche Dahlien-Gesellschaft (DDFGG) hat deshalb vor einigen Jahren
die erwähnte Internationale Klasseneinteilung übernommen. Diese
ist präzise und umfassend. Jede Dahlie kann eingeordnet werden. Die
Englische Dahlien-Gesellschaft, die NDS, ist hier federführend und
hat eine eigene Kommission eingesetzt, die ständig an der Beachtung
und Verbesserung dieses Regelwerks arbeitet.
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