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Deutsche Dahlien-, Fuchsien - und Gladiolen-Gesellschaft eV. 

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Dahlien - Botanik - Sektionen/Arten
Sektionen und Arten der Gattung Dahlia
Die Gattung Dahlia lässt sich wie folgt einteilen:

A. Sektion Pseudodendron
(Baumdahlien, verholzter Stamm, gegenständig gefiederte Blätter)

B. Sektion Epiphytum
(Aufsitzerpflanzen, gegenständig gefiederte Blätter)

C. Sektion Entemophyllon
(Herbacea oder Staude, wechselständige Fiederblätter):

D. Sektion Dahlia
(Herbacea, gegenständige gefiederte Blätter)

Dahlia imperialis
Dahlia imperialis
Die Namen hinter den einzelnen Arten geben an, wer sie als erstes wissenschaftlich beschrieben, benahmt und veröffentlicht hat.

A. Sektion Pseudodendron
Baumdahlien können auch bei uns sehr hoch werden und zu eindrucksvollen Pflanzen heranwachsen. Zur Blüte kommen sie in Europa jedoch recht selten, es sei denn man verfügt über ein Gewächshaus oder einen Wintergarten. Sie wechseln erst mit den kürzer werdenden Tagen (Kurztagspflanzen) vom vegetativen zum Generation Wachstum, sprich sie bilden Blüten erst im November und Dezember. Ihre Blüten sind blassrosa mit gelben Scheibenblüten und recht eindrucksvoll, da sehr zahlreich und recht groß, etwa 12 cm Durchmesser, wenn sie denn blühen.

01. Dahlia excelsa Benth. (1838),Synonym: D. arborea hort (WALTER et al. 2002)
02. Dahlia imperialis Roezl ex Ortega (1863)
03. Dahlia tenuicaulis Sorensen (1965)
04. Dahlia campanulata Sørensen, Hjerting und Saar (2003)

B. Sektion Epiphytum
sie ist die einzige Wildart der Gattung Dahlia, welche bis in 10 m Höhe als Aufsitzerpflanze in den Baumwipfeln des tropischen Tieflandes wächst;
diese Spezies wurde bislang noch nicht zur Weiterzüchtung genutzt oder gesammelt.

05. Dahlia macdougallii Sherff (1950);

C. Sektion Entemophyllon
Sechs Arten umfasst diese Sektion, deren besondere Eigenschaft darin besteht, dass sie auch recht groß werden, bis ca. 2 m und ihre Blätter wechselständig angeordnet sind. Die Blüten sind auch einfach von hell- bis dunkelrosa. D. dissecta, mit kleinen rosafarbenen Blüten und sehr schön fein gefiedertem Laub ist hin und wieder bei Dahlienspezialisten erhältlich.

06. Dahlia scapigeroides Sherff (1947)
07. Dahlia foeniculifolia Sherff (1951)
08. Dahlia linearis Sherff (1930)
09. Dahlia rupicola Sorensen (1966)
10. Dahlia dissecta Watson (1891)
11. Dahlia congestifolia Sørensen (1987) (vermutlich ausgestorben)
D. Sektion Dahlia
Aus der Sektion Dahlia stammen unsere Gartendahlien. Insgesamt 24 Arten, von denen nach heutigen Erkenntnissen aber nur zwei wirklich für die Entwicklung der Sortenvielfalt unserer Kulturdahlien verantwortlich sind. Dies ist einmal die Art D. coccinea, deren Blüten ein Farbspektrum von gelb über orange, leuchtendrot bis tief dunkelrot haben. D. coccinea ist in Mexiko soweit verbreitet, dass sie an manchen Orten "Unkraut" - Charakter erreicht. Am Straßenrand Büsche von D. coccinea zu sehen ist keine Seltenheit. Neben D. coccinea ist die Art D. sorensenii ein Elternteil unserer Gartendahlien. Erst nach vielen Tests, Probepflanzungen, Rückkreuzungen und Erforschungen der Gene (DNA / DNS), sowie weiterer Sammlung von Samen der in Mexiko zur Zeit noch zu findenden Dahlienarten hat sich die Erkenntnis verfestigt, dass die erste, von Cavanilles beschriebene Dahlie, D. pinnata, schon eine Gartendahlie aus Mexiko war. Er hat also damals eine Hybride beschrieben und keine reine Art, doch das konnte er nach damaligem Kenntnisstand noch nicht wissen. Die beiden Elternteile D. coccinea und D. sorensenii besitzen die doppelte Chromosomenzahl, 2n = 64, im Vergleich zu den anderen Arten der Sektion IV, die 2n = 32 haben. Dies ist verantwortlich für die enorme Sortenvielfalt der Gartendahlien, die es so eigentlich bei keiner anderen Pflanzenart gibt, ausgenommen vielleicht bei der Gerbera. Die passende Chromosomenzahl ist entscheidend, ob sich verschiedene Arten kreuzen können. Dies ist in der Sektion IV möglich bis auf Dahlia merckii, die eine Chromosomenzahl von 2n = 36 hat. Es steckt also noch einiges an Züchtungspotenzial in der Gattung Dahlia, da die bisherigen Gartendahlien alle von "D. pinnata" (D. coccinea x D. sorensenii), der Urmutter von 1791 abstammen. Auch die oftmals erwähnte Dahlia juarezii, 1872 erstmals als sogenannte Kaktus-Dahlie aus Mexiko eingeführt und beschrieben, war schon eine Kreuzung und keine Naturart, wie irrtümlich angenommen wurde.
12. Dahlia merckii Lehm. (1839)
13. Dahlia apiculata (Sherff) Sørensen (1969
) 14. Dahlia cordifolia (Sessé & Moc.) McVaugh (2000) (formerly D. cardiophylla Blake und Sherff (1936))
15. Dahlia purpusii Brandg. (1914) (vermutlich ausgestorben)
16. Dahlia sorensenii H. V. Hansen und Hjerting (1996)
17. Dahlia pteropoda Sherff (1947)
18. Dahlia brevis Sørensen (1969)
19. Dahlia rudis Sørensen (1969)
20. Dahlia moorei Sherff (1951)
21. Dahlia hintonii Sherff (1947)
22. Dahlia mollis Sørensen (1969)
23. Dahlia atropurpurea Sørensen (1969)
24. Dahlia australis (Sherff) Sørensen (1969)
25. Dahlia sherffii Sørensen (1969)
26. Dahlia scapigera (Dietr., A.) Knowles und Westc. (1839)
27. Dahlia barkerae Knowles & Westc. (1838)
28. Dahlia tenuis Robinson und Greenman (1896)
29. Dahlia coccinea Cav. (1796)
30. Dahlia tubulata Sørensen, (1980)
31. Dahlia parvibracteata Sørensen, Hjerting und Saar (2000)
32. Dahlia hjertingii H. V. Hansen und Sørensen (2003)
33. Dahlia spectabilis Sørensen, Hjerting und Saar (2002)
34. Dahlia cuspidata Sørensen, Hjerting und Saar (2003)
35. Dahlia neglecta Sørensen, Hjerting und Saar (2002)
Dahlia merckii D.merckii

D. occinea D.occinea
Kulturform
Dahlia x pinnata Cav. (1791) = D. sorensenii x D. coccinea;
Synonyme: Dahlia variabilis = D. pinnata (D. sorensenii x D. coccinea) x D.ssp = Dahlia x hortensis (D. coccinea x D. pinnata) Guillaumin.

Die bislang noch nicht geprüfte Anzahl von etwa 45.000 Varietäten der heute gezüchteten kultivierten Dahlien sind durch Vermischungen mehrerer Arten entstanden und deshalb botanisch nicht mehr exakt einzuordnen. Nur die einfachen und halbgefüllten Sorten lassen den Ursprung noch erkennen.

Quelle: Bettina Verbeek