Das diesjährige Geschäftsjahr war überschattet von der scheren Krankheit und dem nachfolgenden
Tod von Wilfried Bergerhoff. Dies fiel gerade auch in die Zeit der Vorbereitungen und Auslieferung der
Dahlienpflanzen für die BUGA. Wir hatten uns bemüht, dass Wilfried Bergerhoff mit seiner Ausstellung
noch mal einen Ehrenpreis auf der BUGA Schwerin bekommen würde, auch anlässlich des Firmenjubliäums,
was eigentlich in diesem Jahr gefeiert werden sollte. Dies alles kann er nun nicht mehr erleben.
Mit Wilfried Bergerhoff hat die DDFGG einen wichtigen und aktiven Motor verloren, der sich in Sachen Dahlienausstellungen
in den letzten Jahren sehr engagiert hatte. Mir als Geschäftsführerin fehlt nun ein wichtiger Gesprächspartner,
mit dem ich mich über die verschiedensten DDFGG-Belange immer gut austauschen konnte und der immer gerne mit auf
Reisen ging, wenn es in Sachen Dahlien was zu reisen gab.
Doch er war auch ein Mann mit Weitblick und der Tat, so will ich also weiter fortfahren mit den
Alltagsgeschichten der Geschäftsstelle:
Die Mitgliedersituation der DDFGG ist nach wie vor ziemlich stabil.
Die Gesamtzahl liegt zur Zeit bei 443. Es gab bisher 21 Neuzugänge gegenüber 22 Mitgliederabgängen.
Diese Abgänge setzen sich zusammen aus zwei Verstorbenen, 9 Kündigungen und 11 Streichungen wegen Nichtbezahlens der
Mitgliedsbeiträge.
Der Erweiterte Vorstand hat sich wie üblich im Januar zur ersten Sitzung in Jahr getroffen.
Dort wurden alle anstehenden Themen in Ruhe diskutiert. Es gab keine großen Pläne für irgendwelche Veränderungen.
Das war in der gestrigen Vorstandssitzung anders. Der plötzliche Tod unseres Vizepräsidenten Wilfried Bergerhoff hat
uns gezeigt, dass alles endlich ist. So muss sich auch die DDFGG Gedanken über ihre Zukunft machen.
Die Dahlienzüchter und Gärtner werden immer weniger, genauso ist es bei den Fuchsiengärtnern.
Ist der Sinn und Zweck der DDFGG noch gegeben? Wie sieht die Zukunft aus.
Zunächst aber noch weiter mit dem Rückblick auf das zurückliegende Geschäftsjahr.
Das Jahrbuch ist wieder pünktlich erschienen,
auch die beiden Rundbriefe waren zur rechten Zeit im Briefkasten. Der dritte Rundbrief ist sogar noch vor der
Jahrestagung fertig gestellt worden. Wir behalten uns vor, die Fertigstellung der Rundbriefe nicht mehr
an bestimmte Monate zu knüpfen, sondern richten uns mehr nach unseren privaten Terminvorgaben.
So verschiebt sich das Erscheinen manchmal gegenüber den Erscheinungsmonaten der Vorjahre.
Das wir mit unseren Publikationen richtig liegen, zeigte uns auch die Nachfrage nach der Beilage zum Jahrbuch 2008:
"Winterharte Fuchsien".
Die ersten Auflage war sehr schnell vergriffen, von der zweiten Auflage sind schon wieder
viele verschickt. An dieser Stelle möchte meinen Dank an Manfried Kleinau zum Ausdruck bringen,
der nach wie vor
vorbildliche Arbeit für Herstellung von Jahrbuch und Rundbriefen leistet.
Vorbildliche Arbeit leistet auch weiterhin Elke Crocoll mit der Betreuung unserer Homepage im Internet.
Die Besucherzahlen zeigen deutlich, wie wichtig diese Art der Veröffentlichung ist.
Inzwischen wurde auch ihr Sohn Philipp mit Arbeit für die DDFGG betraut, hat er doch das
Erscheinungsbild der
Fuchsiengalerie im Internet neu gestaltet und die Datenbank besser nutzbar gemacht.
Nun ist Manfried Kleinau dabei, diese Datenbank zu füttern und vor allem zu pflegen.
Im Moment muss er sich durch eine Flut von Fuchsienfotos arbeiten, die ihn seit Veröffentlichung
der neuen Galerie ständig erreichen.
Andere Aktivitäten waren wieder die Fuchsienausstellung in Duisburg zusammen mit der DFG.
Trotz Regen waren alle Beteiligten gut zu frieden, es konnten auch viele Dahlienpflanzen aus
Schwieterscher Produktion verkauft werden.
Im Juli war noch Fuchsienausstellung in München, die Manfried Kleinau besucht hat. Auch die Eurofuchsia-Tagung
fand im Juli statt, diesmal in Paris. Dazu gibt es gesonderte Berichte im Jahrbuch nach zu lesen.
Ein Dahlienwochende gab es auch in Cloppenburg im Museumsdorf. Leider spielte dort das Wetter nicht so mit,
so dass es an Besucherzahlen mangelte. Doch Dahlienpflanzen und Dahlienknollen wurden ziemlich gut verkauft.
Dahlienlikör steuerte wie immer Hedwig Janning bei
und ich durfte eine Dahlienvortrag halten.
Ob dieses Wochenende wiederholt wird, muss man abwarten. Man müsste immer passendes Wetter bestellen können,
das würde die Sache etwas erleichtern.
Im August fand die Dahlienreise der DDFGG nach Frankreich
in die Normandie statt. Sie war sehr umfangreich geplant und wir haben auch viel gesehen. Leider blühten
erstaunlicherweise in drei wichtigen Parks die Dahlien noch nicht. Dafür haben wir dann aber einiges an Kultur und
Innenstädten gesehen und den berühmten Teppich von Bayeux. Für nächstes Jahr ist wieder eine Reise in Planung,
diesmal nach Holland, die Hochburg der Dahlienkulturen und auch der Gladiolenzucht. Wir wollen damit den
Rhythmus auf die Jahre zwischen den BUGAs legen. Möglicherweise wird auch eine Reise für die Fuchsienfreunde
angeboten, vielleicht ist eine Kombination möglich. Denkbar ist vieles. Damit bieten wir einen zusätzlichen
Service für unsere Mitglieder, mal über den Tellerrand zu schauen und andere Länder mit ihren Gärten kennen zu lernen.
Eine Anmerkung in eigener Sache noch: da ich von Februar bis Oktober zur Zeit in Vollzeit berufstätig bin, kann es
schon mal passieren, dass ich nicht mehr so viel Zeit für alles habe. Vor allem am Telefon bin ich nur noch abends
persönlich zu erreichen. Sollte also mal etwas nicht so perfekt funktionieren, wie es vielleicht erwartet wird,
so bitte ich dies zu entschuldigen. Dafür wird jedoch die Kasse der DDFGG nicht mehr durch Aufwandsentschädigungen
für mich so stark belastet. Nur noch in Ausnahmefällen mache ich nun Reisekosten geltend, da ich ja jetzt auch zur
Geldverdienenden Schicht der Mitglieder gehöre.
Ich meine, die DDFGG steht als Pflanzenliebhabergesellschaft zur Zeit ganz gut da, doch dürfen wir nicht die Augen
verschließen, dass auch der Zahn der Zeit an uns nagt. Wir sollten uns jetzt schon die Frage stelle: "Wie sieht die
Zukunft der DDFGG aus?" Daran mit zu arbeiten sind Sie alle aufgefordert.
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